Impuls für den Tag 14.05.2020

Alter vor Schönheit.

Die Jüngeren lassen den Älteren den Vortritt. Diese Sprichwort wird heute oft ironisch-abwertend verwendet und kann missverstanden werden.
Wir spielen gerne mit dem Sprichwort und verwenden es meiner Erfahrung nach tatsächlich oft spaßig. Dem Alter den Vorrang zu lassen hat gute Tradition und gehört zum guten Ton. Auch in der Bibel steht Alter für Weisheit. Ich vermute, dass die oft sehr hohen Altersangaben zum einen mit einer anderen Zeitrechnung zu tun hatten. Gleichzeitig denke ich, sollte damit Respekt vor einem weisen Mann ausgedrückt werden. Immerhin heißen in einigen Landeskirchen Leitungsgremium heute noch Ältestenrat oder Älteste. Dem Alter gestehen wir Weisheit und Kompetenz zu. Und wir scheinen das Alter und die damit verbundene Weisheit der Schönheit vorzuziehen. Das gefällt mir.
Vielleicht hilft es uns zur Zeit, denen zu vertrauen, die uns kompetenter erscheinen, statt uns mit schönen Worten zu verkaufen, was sie uns verkaufen wollen. Vielleicht hilft uns das, ein kritisch zu sein. Dabei jedoch in einem Rahmen zu bleiben, der unseren gesunden Menschenverstand mit einbezieht. Das wäre jedenfalls im Sinne Gottes.

Für heute wünsche ich euch: Habt Zuversicht und bleibt gesund. Nur für heute. Das genügt. Um das morgen sorgen wir uns morgen.

13.05.2020 Impuls für den Tag

Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.


Das sagen wir über Menschen, der ohne hohen geistigen Aufwand einen hohen Gewinn erzielt. Oder von denen wir denken, dass sie nur durch Glück zum Erfolg gekommen sind.
Für mich klingt das nach Neid. Mir ist es egal, wie jemand Erfolg erzielt hat. Ich freue mich mit ihm. Warum fällt uns das oft so schwer? Gönnen können heißt es.
Ich erlebe das derzeit sehr in unserer Gesellschaft, wenn es um Öffnungen geht. Die einen sind neidisch auf die anderen, weil die etwas dürfen. Kinder sollen zu Hause bleiben, aber die Bundesliga, die viele für überflüssig halten, darf spielen. Das finden viele ungerecht. Ich finde es auch ungerecht, dass viele Kinder nach wie vor zu Hause bleiben müssen. Mir erschließt sich jedoch nicht, was das mit der Bundesliga zu tun hat. Wenn wir in der Schule das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg behandeln, dann erkennen meine Schüler sofort: das Problem ist der Neid. Kurz gesagt bekommen alle Arbeiter im Weinberg das gleiche Geld, egal, ob sie eine Stunde oder 9 Stunden gearbeitet haben. Warum? Weil der Weinbergbesitzer das mit ihnen so ausgehandelt hat. Das war für alle in Ordnung. Erst als sie merkten, dass andere genauso viel für weniger Arbeit bekamen, wurden sie neidisch. Erst als sie sich verglichen haben.
Lassen wir doch das vergleichen, das Konkurrenzdenken. Ich vermute, es würde uns besser gehen. Denn Gott liebt uns alle gleich.

Für heute wünsche ich euch: Habt Zuversicht und bleibt gesund. Nur für heute. Das genügt. Um das morgen sorgen wir uns morgen.

Impuls für den Tag 12.05.2020

Alte Liebe rostet nicht.


Wer sich schon lange liebt, der wird sich auch in Zukunft lieben. Eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Ich will das übertragen auf Gott. In der Bibel lesen wir: „Ich habe dich je und je geliebt, deshalb habe ich dich zu mir gezogen.“ Was für eine einzigartige Liebeserklärung Gottes. Seine Liebeserklärung lässt erkennen: Eine einzigartige Liebesgeschichte verbindet unseren Gott mit seinem Volk und den Menschen. Immer ist sein erster und sein letzter Gedanke Liebe. Die erste und die letzte Intention seines Handelns ist Liebe. Alles ist Ausdruck seiner Liebe. 

Je und je, das heißt schon immer, von Anfang an. Und am Ende auch noch. Egal, was wir tun. Egal welche Wege wir gehen. Gott liebt uns. Seine Gedanken für uns sind Liebe und nichts als Liebe. Bei ihm dürfen wir uns aufgehoben fühlen. In allen Lebenslagen.
Alte Liebe rostet nicht, das heißt für mich daneben, dass das, was mir lieb geworden ist, mich immer belgeiten wird. Ich verstehe deshalb, dass Menschen am lieb gewordenem hängen. Für mich heißt es genauso, dass ich lieb gewordenes los lassen und gehen lassen kann. Es wird nicht rosten. Es wird mir erhalten bleiben. Und sei es nur in meinen Gefühlen und Erinnerungen. Ob ich das will, das ist nochmal was ganz anderes. Und selbst darin weiß ich mich von Gott geliebt.

Für heute wünsche ich euch: Habt Zuversicht und bleibt gesund. Nur für heute. Das genügt. Um das morgen sorgen wir uns morgen.

Impuls für den Tag 11.05.2020

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.


Ein Kind übernimmt Eigenschaften oder Verhaltensweisen der Eltern. Es bedeutet auch, ein Kind hat offensichtliche Erbmerkmale der Erscheinung seiner Eltern.
Wir sagen gern: es ist egal, wie wir die Kinder erziehen, am Ende machen sie uns sowieso alles nach. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm ich will das auf Gott übertragen. Wir sind Gottes Kinder. Wir sind deshalb liebenswert. Egal, was wir selbst oder andere von uns halten. Egal, was wir von anderen halten. Jeder Mensch ist liebenswert. 
Auch wir haben Erbmerkmale unseres Vaters. Liebe und Güte beispielsweise. Und so kann aus meiner Sicht jeder Mensch irgendetwas ganz besonders gut. Jeder Mensch ist wertvoll. Jeder Mensch ist wichtig. Auch die, in denen wir vielleicht nur schlechtes sehen.
In den Augen Gottes sind alle Menschen wertvoll. Gott liebt uns, so wie wir sind. Warum? Weil er uns so geschaffen hat. Und wenn uns das Leben Wunden zugefügt hat, dann begleitet Gott uns, damit wir heil werden.

Für heute wünsche ich euch: Habt Zuversicht und bleibt gesund. Nur für heute. Das genügt. Um das morgen sorgen wir uns morgen.

Impuls 10.05.2020

Alle Wege führen nach Rom.


Es gibt mehrere Wege eine Aufgabe zu erledigen. Vergleichbar mit: „Alle Flüsse fließen ins Meer.“
Rom galt in der Antike als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Kaiser Augustus im Jahre 20 v. Chr. auf dem Forum Romanum eine vergoldete Säule aufstellen lassen .Auf der waren die Namen aller Hauptstädte der Provinzen des Römischen Reiches mit ihrer Entfernung zu Rom aufgeführt. Der Betrachter der Säule muss den Eindruck gehabt haben, alle Wege führten nach Rom. Für mich ist das ein ermutigendes Sprichwort. Wenn der eine Weg nicht an das Ziel führt, an das ich will, ist das kein Grund aufzugeben. Es gibt sicher noch einen anderen. Ich muss ihn nur finden. In schwierigen Situationen, motiviert mich die Möglichkeit, mehr als nur eine einzige Lösung zu haben. Es gibt noch andere Lösungen, auch wenn ich etwas Zeit brauche, sie sehen zu können. Mir hilft dabei, dass es in der Bibel heißt: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Im Licht Gottes erscheinen manche Dinge plötzlich anders. Ich kann sie loslassen und andere Wege finden. Das bewahrt mich davor, zu verbissen vorzugehen.
Das hilft mir immer wieder, die nötige Geduld aufzubringen. Manches braucht Zeit, bis es reif ist. Auch in meinen Gedanken. Manchmal braucht es auch Zeit, bis ich bereit bin, bestimmte Dinge an zu nehmen oder mich dafür zu öffnen.

Für heute wünsche ich euch: Habt Zuversicht und bleibt gesund. Nur für heute. Das genügt. Um das morgen sorgen wir uns morgen.